„Don’t Let Me Be Misunderstood“

Einer dieser Tage an dem es genug ist sich den Kopf zu zerbrechen.

Angesichts fast 8 Milliarden Menschen – scheint es beinahe alles zu sein, das man tun kann. Stets bemüht den Menschen meine Sichtweise nahe zu bringen, gibt es auch immer den Moment da ich mir lediglich die Vernichtung aller wünsche. Weniger als brutalen Akt, mehr als freiwilliges Aussterben, um den gerechten Preis unserer viel zu zerstörerischen Herrschaft zu zahlen.

Und doch wünsche ich mir auch in solchen Momenten stets eine Stimme von außen welche mir logisch argumentierend einen Ausweg aus unserer, der Menschheits, ekelhaften Zerstörungswut zeigt.

Zwar plagen mich nicht täglich diese Gedanken. Sobald ich aber ernsthaft Nachdenke, mich dem widme, was uns alle ausmacht, lande ich letztlich doch immer wieder bei dem Wunsch in einer Welt zu leben, die nicht von uns dominiert wird.

Und eben diese Gedanken sollen auch Gegenstand meines ersten Romans werden. Aber versteht mich bitte nicht falsch. Ich hege nicht wirklich den Wunsch all die Individuen in ihrer durchaus berechtigten Existenz in Frage zu stellen. Vielmehr die Gesamtheit ist in meinen Augen das Problem. So respektiere ich auch jeden Menschen, dessen Wunsch lediglich Wohlstand und Glück sind, jeden der sich auf seinen bevorstehenden Urlaub freut, alle die sich am Stammtisch über schlechte Bezahlung oder lediglich über das verwässerte Bier ärgern.

Aber gerade in meinem Sein als Außenstehender, der sich nicht mit derlei Fragen beschäftigen muss, sehe ich die Gesamtheit teilweise klarer als das anderen möglicherweise möglich ist.

Noch bin ich mir nicht ganz sicher wohin meine geistige Reise innerhalb meines ersten Buches gehen soll, deshalb bin ich dankbar für jede Stimme, die sich mir entgegen, für unsere Existenzberechtigung ausspricht.

Man möge mir meinen wirren Geist und die leichte Misanthropie verzeihen.

You know sometimes baby I’m so carefree
With a joy that’s hard to hide
Then sometimes again it seems that all I have is worry
And then you’re bound to see my other side
But I’m just a soul whose intentions are good
Oh Lord, please don’t let me be misunderstood
–  Nina Simone

Sich mitteilend,

Euer Komoediant.

 

 

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