Schreiben um des Schreiben willens #2 – Faulheit und Rechtspopulismus

Einer dieser Sonntage. Kalt, unruhig, der Kater trägt Krümel aus dem Katzenklo. Naund?! 

Heute nicht. Heute ist es bereits eine große Herausforderung sich für 10 Minuten unbequem vor den Laptop zu hocken um dem inneren Zwang schreiben zu müssen zu entsprechen. Neben mir die leere Tüte Chips, pappig und fad waren sie. Wen wundert es, sie lagen bereits zwei Tage dort, bevor ich beschloss sie doch noch zu essen.

Was macht man an einem solchen Sonntag? Rausgehen, sich den Dingen widmen, welche man schon länger vor sich herschiebt? Oder gar noch größere Projekte angehen? Den zweiten Advent aktiver als mit nur einer weiteren angezündeten Kerze zu zelebrieren? Vielleicht zur Schwester fahren, Kuchen, Tee, familiäres Geschwätz.

Ich denke nicht. Besser gesagt: Nein! Oh nein, nein, nein!

Heute, an diesem schrecklich lustlosen Sonntag schaltet man Netflix ein und lässt sich berieseln. Man isst 4 Tafeln Schokolade und fragt sich wie man nun die fünfte auftreibt. Ja, das klingt nach einem Sonntag der mir gefällt.

Bevor sich jedoch auch nur ein minimales Gefühl der gestatteten Selbstzufriedenheit einstellt, muss man doch zumindest etwas von Bedeutung zu Papier, bzw. zur Tastatur bringen.

Was möchte ich nun eigentlich noch sagen?! Vielleicht macht es Sinn sich auch für einen Moment dem Wichtigen dieser Welt zu widmen.

Heute wird in Österreich der Bundespräsident gewählt .. 

(http://www.bundespraesidentschaftswahl.at/ – wer sich näher informieren möchte)

Für die Österreicher unter meinen Lesern, und selbstverständlich auch für alle Anderen – wählt heute für den Menschen und gegen den Hass! Zwar ist die Meinung hinter dem verblendeten Rechtspopulismus möglicherweise sogar etwas komplexer als die Anwesenheit bloßer Dummheit – dennoch möchte ich anmerken, in meiner kleinen Welt ist für derart absurde Verdrehungen kein Platz!

Dem Ernsthaften Genüge getan, nun lediglich noch einen freundlichen Wunsch eines schönen 2. Advents – wie auch immer das für den Einzelnen aussieht!

Teilen mit:

Leave a Reply

6 Kommentare auf "Schreiben um des Schreiben willens #2 – Faulheit und Rechtspopulismus"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
marzia
Gast

Hi, I do not speak German but I speak English.
I was happy that Alexander Van der Bellen won because, though I live in Italy, I trust in this person who described himself as „the son of refugees“ in Alexander Van der Bellen „Ein Flüchtlingskind“, in Die Zeit, 28 March 2016.
I wish your country a bright future

derkomoediant
Gast

Hi, I do speak German but my English isn’t „the yellow from the egg“ (german saying).
I’m absolutely with you! After the Brexit and Trump this is a sign that there is still a spark of hope!

marzia
Gast
Hello! It ’s funny that your proverb about the English. I am a linguist as training and I had to study the very difficult German philology, and I know also phonetic similarity between the two languages. When Trump won I put in a bad mood. Then I saw the victory of Alexander Van der Bellen and I began a good mood. Tonight won the „no“ in Italy. I voted „no“ because they wanted to change the Constitution. I am sorry that I can not dwell: tomorrow we celebrate St. Nicholas here because my husband and my grandson as they call… Read more »
ulrichsblog
Gast

hat dann doch ganz gut geklappt ;)

pandalieonline
Gast

Herrlich geschrieben. Bis auf die Sache mit der Präsidentschaftswahl konnte ich mich doch in allem wiederfinden… Schokolade, Chips… Den unermüdlichen Gedanken um den Tag und dem Entschluss alle guten Vorsätze über Board zu werfen.

Ich ziehe meinen imaginären Hut vor deiner lebendigen Schreibweise und freue mich auch weitere Artikel in dieser Form.
Zwar bin ich etwas spät dran… Aber dann doch noch einen nachträglich schönen 4. Advent! :)

P.S. Ein wirklich schöner Satz: Wählt für den Menschen und gegen den Hass. Diesen sollte man wohl etwas öfter in der Welt verteilen….

derkomoediant
Gast

Vielen Dank!

wpDiscuz